Sortierung ist nur der erste Schritt
Nachdem relevante Ereignisse gefunden wurden, beginnt die eigentliche Auswertung: Welche Art erschien wann? An welchem Kamerastandort? Treten Personen oder Fahrzeuge zu anderen Zeiten auf? TrailEye hält diese Fragen in einem gemeinsamen Windows-Workflow zusammen.
Die Grundlage bleiben geprüfte Ergebnisse. Artvorschläge können korrigiert werden, bevor Zählungen, Heatmaps oder Berichte erstellt werden. Das verhindert nicht jeden Fehler, macht die Datenbasis aber nachvollziehbarer.
Zeitstempel aus mehreren Quellen
Viele Wildkameras brennen Datum und Uhrzeit direkt in das Bild ein. TrailEye kann solche Overlays per OCR lesen und bei Bedarf EXIF oder Dateizeit verwenden. Wenn Zeit für eine Entscheidung oder Forschungsfrage wichtig ist, sollte der erkannte Wert am Original geprüft werden.
Mit einem verlässlichen Zeitkontext lassen sich Ereignisse nach Stunde und Tag zusammenfassen. Sonnenperioden und verfügbarer Mondkontext können die Feldinterpretation ergänzen, ersetzen aber weder Gelände- noch Verhaltenswissen.
Heatmaps und Kamerastandorte
Gefilterte Heatmaps zeigen die Aktivität einer ausgewählten Art, aller Tiere, von Personen oder Fahrzeugen, statt ungleiche Ereignisse in einer allgemeinen Grafik zu mischen. Kamerastandorte können manuell gesetzt oder aus vorhandenem Foto-GPS übernommen werden.
Ein Vergleich nach Standort hilft bei mehreren Kameras, doch die Ansicht beschreibt nur das vorhandene Aufnahmematerial. Erfassungsbereich, Empfindlichkeit, Vegetation, Wetter und Kameraposition beeinflussen jedes Ergebnis. Aus fehlenden Aufnahmen lässt sich keine sichere Abwesenheit ableiten.
Berichte und Weiterverarbeitung
Nach der Prüfung können CSV-, Excel-, Bild- und PDF-Ausgaben erstellt werden. Für Forschung oder formelle Statistik sollten exportierte Daten in geeigneten Fachwerkzeugen weiter analysiert und der verwendete Softwarestand, die Einstellungen sowie der Prüfprozess dokumentiert werden.
